Der Küchenzuruf

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Werkzeug aus dem journalistischen Storytelling: Botschaften und Themen auf den Punkt bringen

Hinter dem Küchenzuruf steckt die Leitfrage: Was ist die Kernaussage meines Textes? Je klarer und eindeutiger sie zu erkennen ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Leser/die Leserin sie auch versteht und aufnimmt.

Erfunden hat den Küchenzuruf Henri Nannen, ehemaliger Chefredakteur beim STERN. Küchenzuruf heißt das Werkzeug deswegen, weil die eine Person in der Küche werkelt, während die andere im Wohnzimmer die Zeitung liest und in ein, zwei Sätzen zusammenfasst, was sie gerade Interessantes erfahren hat: „Hör mal, die wollen doch tatsächlich …“. Der Küchenzuruf ist also die Essenz, das Konzentrat, der Extrakt.

In der internen Kommunikation ist der Küchenzuruf nützlich, um die Botschaften und Themen in Artikeln oder Beiträgen auf den Punkt zu bringen, aber auch, um Aussagen aus Strategien und Konzepten zu prüfen. Sind sie klar, verständlich und konkret genug? Welchen Satz soll der/die Leser/in oder Zuhörer/in im Kopf behalten?

Quelle: Marie Lampert und Rolf Wespe: „Storytelling für Journalisten“, UVK 2013

 

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