Auswirkungsanalyse für die interne Kommunikation

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So schätzen Sie die Auswirkungen von Veränderungen ab

Sie planen eine Veränderung in der internen Kommunikation, wissen aber nicht genau, was auf Sie zukommen wird? Probieren Sie die Auswirkungsanalyse für die interne Kommunikation aus. Sie zeigt auf, welche Konsequenzen ein Problem, ein Thema oder ein Veränderungsvorhaben auf unterschiedliche Bezugsgruppen hat. Andere Aspekte, wie z.B. Auswirkungen auf Budget oder Prozesse, können ebenfalls betrachtet werden. So können Sie abschätzen, ob sich der Einsatz lohnt und mit welchem Aufwand zu rechnen ist. Die Arbeit mit der Auswirkungsanalyse eignet sich organisationsweit, auf der Gruppen- oder Teamebene oder für Einzelpersonen – also für alle drei Systemebenen. Und Sie können sie in unterschiedlichen Phasen einsetzen, z.B. in der Klärungs- und Analysephase oder aber auch bei der Strategieentwicklung.

Mögliche Themen, die sich für eine Arbeit mit der Auswirkungsanalyse eignen, sind z.B.

  • Was ist zu beachten, wenn wir eine Mitarbeiter-App einführen?
  • Sollen wir die Mitarbeiterzeitschrift abschaffen?
  • Welche Auswirkungen haben unsere entwickelten Kommunikationsziele?
  • Welche Auswirkungen hat es, wenn wir einen Veränderungsprozess zum Thema Transparenz anstoßen?

So funktioniert es:

Öffnen Sie das PDF und zeichnen Sie die Grafik digital oder auf ein Blatt Papier oder einen Flipchartbogen ab.

Impuls IK Auswirkungsanalyse

Thema für die Auswirkungsanalyse festlegen

Schreiben Sie das Thema, Vorhaben oder auch Problem in die Mitte des Kreises. Sie können natürlich auch im Workshop arbeiten, wenn das Thema für alle Teilnehmenden relevant ist. Überlegen Sie, wie grob oder wie tief Sie in die Analyse einsteigen wollen.

Kategorien festlegen

Auf wen oder was hat das Problem eine Auswirkung? Meine Auswahl an Kriterien sieht oft so aus:

Auswirkungen auf

  • den Kunden
  • den Bereich/Team/Abteilung
  • die Kommunikationsprozesse
  • die eigene Arbeit
  • die Kultur
  • das Budget

Sie können natürlich selbst Kategorien entwickeln, sofern Sie für die Auswirkungen eine Rolle spielen. In Workshops kann die Auswahl gemeinsam aus den unterschiedlichen Perspektiven der Beteiligten getroffen werden.

Auswirkungen durchdenken

Arbeiten Sie die einzelnen Kategorien durch und dokumentieren Sie Ihre Gedanken und Ergebnisse. Manchmal reicht das Wissen der Gruppe nicht aus, um Auswirkungen realistisch abschätzen zu können. Arbeiten Sie dann zunächst mit Arbeitshypothesen und überprüfen Sie sie später, z.B. indem Sie die Mitarbeitenden und/oder Experten befragen.

Fazit ziehen und Schritte festlegen

Ziehen Sie am Schluss ein Fazit und legen Sie nächste, konkrete Schritte fest. Falls Sie mit mehreren Teilnehmenden arbeiten: Klären Sie im Vorfeld, wer am Ende die Entscheidungen trifft und wer in welcher Form informiert wird.

Auswirkungsanalyse für die Auswahl von mehreren Szenarien

„Ab wann sollen wir anfangen zu kommunizieren – jetzt sofort oder lieber später?“, werde ich oft bei der Begleitung von Veränderungsvorhaben gefragt. Die Antwort können Sie mit der Auswirkungsanalyse beantworten. Es funktioniert, wenn Sie sie zweimal ausfüllen (Kommunikation jetzt und Kommunikation später) und jeweils auf die Auswirkungen eingehen.

Wählen Sie aussagekräftige Kriterien, z.B. Mitarbeitende, Führungskräfte, Öffentlichkeit, Aufsichtsrat, Vertraulichkeit, rechtliche Auswirkungen. Betrachten Sie die Ergebnisse und wägen Sie dann ab, welches Szenario am erfolgversprechendsten ist.

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